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Europa League: alle drei deutschen Teams weiter

26.02.10 (Aktuelles, Europa League, Startseite)

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Nachdem Hertha BSC Berlin am Dienstagabend gegen den portugiesischen Verein Benfica Lissabon den kürzeren zog, haben es die drei verbliebenen deutschen Mannschaften VfL Wolfsburg, SV Werder Bremen und der Hamburger SV gestern Abend geschafft ins Achtelfinale der Europa League einzuziehen. In diesem Artikel könnt Ihr Spielberichte zu den jeweiligen Begegnungen nachlesen.

VfL Wolfsburg : FC Villareal 4:1 (3:1)

Der amtierende deutsche Meister VfL Wolfsburg hat sich nach dem 2:2-Unentschieden im Hinspiel beim FC Villareal am Donnerstagabend souverän mit 4:1 (3:1) durchgesetzt und ist damit zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in das Achtelfinale eines Europapokals eingezogen. Dank einer Galavorstellung des gesamten Teams konnte man so wenigstens die letzte Chance auf einen Titel in dieser Saison wahren. Am 11. und 18. März müssen sich die “Wölfe” dann mit dem zweimaligen russischen Meister Rubin Kasan messen.

Der Tabellenzwölfte der Bundesliga startete sehr gut in die Partie und erarbeitete sich früh reihenweise gute Chancen. Torjäger Edin Dzeko hatte bereits nach vier Minuten die erste gute Chance der Partie, aber nach einer Flanke von Gentner, traf er den Ball nicht richtig und vergab die Möglichkeit. Wenige Minuten später machte es der Bosnier dann besser, als er aus 12 Metern schön in den rechten oberen Winkel traf (10.). Im Gegenzug hatten Marcos Senna und David Fuster die erste gefährliche Szene der Gäste, scheiterten jedoch. Der VfL ließ sich von dieser Chance aber nicht beeindrucken und blieb weiterhin am Drücker. Zunächst vergab Grafite zwei gute Gelegenheiten (12./13.), ehe Villarreals Verteidiger Angel eine Hereingabe von Grafite unglücklich ins eigene Netz lenkte (15.).

In der Folge lag auch das 3:0 schon in der Luft, da Zvjezdan Misimovic (17.) und Dzeko (17./26.) aber die Chancen nicht einnetzten brachte Capdevila mit seinem Kopfballtreffer nach einer Ecke wieder Spannung in die Partie (30.). Der Wolfsburger Gentner stellte jedoch wenige Minuten vor dem Pausenpfiff den alten Abstand wieder her (41.). Nach dem Seitenwechsel ließen es die “Wölfe” etwas ruhiger angehen und kamen nur noch selten vor das gegnerische Tor. Eine der wenigen Möglichkeiten nutzte Grafite nach einem Freistoß von Misimovic zum 4:1(64.).

SV Werder Bremen – Twente Enschede 4:1 (3:1)

Nach der unnötigen 0:1-Niederlage im Hinspiel konnte sich Bremen im heimischen Weserstadion dank eines 4:1 (3:1)-Erfolges gegen Twente Enschede gebührend revanchieren. Mann des Abends war Claudio Pizarro, der gleich drei Mal gegen den niederländischen Verein traf und im laufenden Europapokal bereits elf Mal jubeln konnte. Die Norddeutschen treffen im den Achtelfinalbegegnungen am 11. und 18. März auf den spanischen Erstligisten FC Valencia.

Werder Trainer Thomas Schaaf schickte mit Claudio Pizarro und Hugo Almeida von Beginn an zwei Strafraumstürmer in die Partie und hatte sich allgemein für eine offensive Aufstellung entschieden. Dies sollte sich schnell bezahlt machen, denn der niederländische Gast spielte von Beginn an frech nach vorne und versuchte ein wichtiges Auswärtstor zu erzielen, dadurch boten sich gute Kontermöglichkeiten für die Heimmannschaft. Pizarro wurde in der 15. Minute schön von Almeida und Özil freigespielt und hatte keine Probleme einzunetzen. Wenige Minuten später war erneut Pizarro zur Stelle, nachdem Özil ihn hervorragend freigespielt hatte (20.). Verteidiger Naldo machte vor der Pause scheinbar alles klar, als er zum 3:0 traf (27.).

Nach dem Seitenwechsel standen die Gäste sicherer in der Defensive und ließen fast keine Chancen mehr zu, Werder hatte in der 57. Minute mächtig Dusel, als der starke Bryan Ruiz völlig freistehend nur den Pfosten traf. Hätte Enschede hier getroffen und somit das 3:2 erzielt, wären sie weiter gewesen und hätten sich nur noch hinten reinstellen müssen. Im direkten Gegenzug machte Pizarro mit seinem dritten Treffer zum 4:1 dann alles klar (58.).

PSV Eindhoven – Hamburger SV 3:2 (2:0)

Trotz einer 2:3 (0:2)-Niederlage gegen die PSV Eindhoven am gestrigen Donnerstagabend, hat der Hamburger SV den Einzug ins Achtelfinale der Europa League geschafft und darf weiterhin vom Finale am 12. Mai im heimischen Stadion träumen. Hamburg hatte sich dank des 1:0-Sieges im Hinspiel in der Endabrechnung durchgesetzt und spielt im Achtelfinale am 11. und 18. März auf den RSC Anderlecht.

Der HSV startete ungewohnt defensiv und mit wenig Selbstvertrauen in die Partie, was die PSV schon nach 80 Sekunden zur Führung durch Ola Toivonen nutzen konnte (2.). Nach einem verunglückten Schussversuch von Danko Lazovic hatte Toivonen keine Mühe, den Ball über die Linie zu drücken. Die Hamburger traten aber auch nach dem Gegentreffer nicht mutiger auf, sodass es weiterhin einige Male im Strafraum der Gäste brannte: Torwart Frank Rost musste binnen weniger Minuten gegen Toivonen, Dzsudzsák und eine verunglückte Abwehraktion von Dennis Aogo klären, in der 43. Minute hatte aber auch Rost bei einem strammen Schuss von Balázs Dzsudzsák aus 28 Metern das Nachsehen. Die einzige Chance der Hamburger vergab Ze Roberto mit einem Fernschuss in der 33. Minute.

Hamburgs Coach Bruno Labbadia reagierte nach dem Seitenwechsel und brachte Jonathan Pitroipa für Robert Tesche. Nur 45 Sekunden nach der Halbzeit gelang Mladen Petric nach Zuspiel von Piotr Trochowski der Anschlusstreffer zum 1:2. Danach wurde die Partie zunehmend hektischer und Torschütze Dzsudzsák sah wegen einer groben Unsportlichkeit in der 57. Minute die Rote Karte. Auch der HSV beendete die Partie nur zu zehnt, weil Guy Demel nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot den Platz verlassen musste (73.). Trochowski konnte danach einen am eingewechselten Boateng verursachten Foulelfmeter zum 2:2 verwandeln, doch der ebenfalls eingewechselte Danny Koevermans traf in der Nachspielzeit und sorgte noch einmal für mächtig viel Spannung. Zu weiteren Treffern kam es jedoch nicht, sodass der HSV den Einzug geschafft hat.

Manu für fussballfanseiten.de